Geliebt oder gemieden: das Unterrichtsfach Musik im Focus der Meinungen
01.10.2010„Musik ist für die gesamte Persönlichkeit des Menschen sowie seine Fähigkeit zu Emotionalität, Kreativität und Selbstverwirklichung entscheidend. Daher ist Musik im Fächerkanon der Schule ein wichtiger Faktor zur Erziehung des Heranwachsenden.“ Davon ist Thomas Goppel, Präsident des Bayerischen Musikrats, überzeugt. Entsprechend groß ist das Bemühen des Bayerischen Musikrats, gemeinsam mit weiteren Interessenverbänden Musik als Unterrichtsfach zu erhalten und zu stärken. Doch wie steht es um die Schüler? Wollen sie überhaupt Musik in der Schule? Und wenn ja, welche? Diese und ähnliche Fragen über Inhalt und Ausrichtung des Musikunterrichts an Bayerns Schulen, über Chancen der Kooperationen mit Musikschulen sowie die Qualitätskriterien der Musiklehrerausbildung diskutieren Experten am 27. November 2010 von 13.30 - 18.30 Uhr in der Volkshochschule des Landkreises Erding.
Im Eröffnungsreferat spricht Christian Höppner, Generalsekretär des Deutschen Musikrates und stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Kulturrates sowie Mitglied der Deutschen UNESCO-Kommission, über „Musikpolitik in der Verantwortung: Musisch-
ästhetische Bildung am Scheideweg“. Anschließend beleuchtet Wolfgang Pfeiffer, Professor für Musikpädagogik an der Universität Erlangen, „Neue Tendenzen in der Musikpädagogik“. Wilhelm Lehr, Schulmusiker, langjähriger Schulleiter und Vizepräsident des Bayerischen Musikrats, erörtert „Grundsätzliches zur Didaktik und Methodik: Analyse, Ableitung und erfolgreiche Umsetzung der Lehrpläne Musik durch Klassenmusizieren“, während der stellvertretende Bundesvorsitzende des „Verbands Deutscher Schulmusiker“, Markus Köhler die Frage “Lieben Kinder (das Fach) Musik?“ als Ausgangspunkt seiner Ausführung über die Forderungen des Verbands Bayerischer Schulmusiker im Spiegel der Schul- und Lebensrealität stellt. Der Schulleiter der Kreismusikschule Erding und Ehrenmitglied im Verband Bayerischer Sing- und Musikschulen, Reinhard Loechle, skizziert zum Abschluss der Impulsreferate die „Möglichkeiten der Zusammenarbeit von Musikschulen und allgemeinbildenden Schulen und ihre langfristige Umsetzung“.
Anschließend teilt sich das Plenum in drei Arbeitskreise auf, um unter den Aspekten „Lehrerausbildung“, „Lehrinhalte“ und „Unterrichtsqualität“ Vorschläge für die Weiterentwicklung des Fachs Musik im Unterricht zu entwickeln.
Diese Veranstaltung knüpft an den 1. Erdinger Bildungsgipfel im Herbst 2009 an und ist ein Kooperationsprojekt zwischen der Volkshochschule im Landkreis Erding, dem bayerischen Volkshochschulverband, der Initiative „Kultur Musik“ und dem Bayerischen Musikrat.
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