Ressortübergreifende Initiative zur Stärkung der Musik
16.09.2011Bayern will die musikalische Breitenbildung stärken. Damit dies vom Kleinkind bis zum Senior gelingt, starten drei Bayerische Ministerien und der Bayerische Musikrat eine einzigartige Initiative: die Gründung der Bayerischen Landeskoordinierungsstelle für Musik (BLKM). Am Freitag unterzeichneten die Partner dieser neuen Initiative, Sozialministerin Dr. Christine Haderthauer, Kultusminister Dr. Ludwig Spaenle, Wissenschaftsminister Dr. Wolfgang Heubisch und Staatsminister a.D. und Präsident des Bayerischen Musikrats Dr. Thomas Goppel, in der Bayerischen Staatskanzlei den Rahmenvertrag zur Gründung der BLKM.
Die BLKM ist eine Arbeitsgemeinschaft der Staatsministerien für Arbeit und Sozialordnung, Familie und Frauen, für Unterricht und Kultus, für Wissenschaft, Forschung und Kunst sowie des Bayerischen Musikrats (BMR).
Die Anregung zur Gründung kam vom Bayerischen Musikrat. Seit knapp 10 Jahren wird sie diskutiert und gefordert. 2008 gab der jetzige Präsident und damalige Wissenschaftsminister Thomas Goppel grünes Licht zur Gründung eines Netzwerks Musik in Bayern, um zunächst im Pilotgebiet Bayerisch-Schwaben zu erproben, was möglich ist, wenn alle Bereiche der Musikausübung zusammengeführt werden und Musikbildungsprojekte in enger Zusammenarbeit mit dem Kultus- und Wissenschaftsministerium vernetzt und neue entwickelt werden, um die musikalische Bildung bei Kindern und Jugendlichen in der Schule zu fördern.
Die guten Erfahrungen aus dem Pilotprojekt führten dazu, dass die Forderung der Schaffung einer Koordinierungsstelle in den 3. Bayerischen Musikplan aufgenommen wurde, der am 3. August 2010 vom Kabinett verabschiedet wurde und mittlerweile in gedruckter Form vorliegt. Darin heißt es:
„Bayerns musikalisches Leben ruht auf drei Säulen: der Laienmusik, der professionellen Musik und der Schulmusik, die von Musikschulen und privaten Musikerziehern bzw. als Unterrichtsfach und als praktisches Singen und Musizieren in den Orchestern, Chören und Ensembles der Schulen an allen Schulen in Bayern gepflegt wird.
Eine systematische Zusammenarbeit zwischen den drei großen Bereichen findet bisher nicht statt, Synergieeffekte ergaben sich in der Vergangenheit eher zufällig. Ohne die Vermittlung durch jeweils kompetente Ansprechpartner aus den drei Bereichen wird auch zukünftig eine Zusammenarbeit immer nur von günstigen Zufällen abhängen. Deshalb soll eine Koordinierungsstelle für musikalische Bildung…. eingerichtet werden, die die Potentiale aus Laienmusik, professioneller Musik und außerschulischer Musikpädagogik mit den Ansprüchen der Schule verzahnt und damit vielfältigen Nutzen erzeugen kann.“
In der ersten Phase konzentriert sich die Arbeit der BLKM auf Musikbildungsprojekte in Kindertagesstätten und allgemeinbildenden Schulen. Die Ausbildung zukünftiger Musiklehrer sowie Musikbildungsprojekte mit Senioren sind weitere wichtige Arbeitsfelder.
Christiane Franke