Newsletter Impressum Benutzerlogin
Drucken

Symposium zum Gedächtnis der Kulturgesellschaft

20.07.2011

Zum Symposium „Kulturelles Gedächtnis als gesellschaftlicher Auftrag“ laden der Landesmusikrat Baden-Württemberg, die Hochschule für Musik Würzburg und der Bayerische Musikrat am 11. und 12. November 2011 in die Hochschule für Musik Würzburg in die Bibrastraße. Das Symposium umfasst drei thematische Schwerpunkte: Kulturelles Gedächtnis im Spannungsfeld gesellschaftlicher Entwicklungen, Kirchenmusik und Orgel.


Die Tagung beginnt am Freitag, 11. November 2011, um 14 Uhr und endet am Samstag, 12. November 2011 um 16.00 Uhr. Am Freitagabend wird ab 18.00 Uhr in der Neubaukirche der Universität Würzburg unter dem Titel "Dialog der Tasten" ein auf das Symposium bezogenes Konzert mit Kompositionen vom 16. bis 20. Jahrhundert sowie drei Improvisationen erklingen.

Um seinen Mitgliedern den Besuch des Symposiums zu ermöglichen, lädt der Bayerische Musikrat zur jährlichen Mitgliederversammlung am 12.November 2011 wieder nach Würzburg ein.

„Der Begriff „Kulturelles Gedächtnis“ geht auf die Kulturwissenschaftler Jan und Aleida Assmann zurück. Jan Assmann bezeichnete das kulturelle Gedächtnis als »Sammelbegriff für den jeder Gesellschaft und jeder Epoche eigentümlichen Bestand an Wiedergebrauchs-Texten, -Bildern und -Riten [...], in deren „Pflege“ sie ihr Selbstbild stabilisiert und vermittelt, ein kollektiv geteiltes Wissen vorzugsweise (aber nicht ausschließlich) über die Vergangenheit, auf das eine Gruppe ihr Bewusstsein von Einheit und Eigenart stützt«. In der Folge unterscheidet er den Begriff des kulturellen Gedächtnisses von anderen Formen der kollektiven Erinnerung wie etwa der Geschichtswissenschaft, die systematischer und abstrakter angelegt ist als das kulturelle Gedächtnis, oder dem „kommunikativen Gedächtnis“. Das kommunikative Gedächtnis unterscheidet sich nach Assmann vom kulturellen Gedächtnis dadurch, dass es sehr viel kurzfristiger ausgerichtet ist - es umfasst eine Zeitspanne von etwa 80 Jahren, also drei bis vier Generationen - und sich an den persönlichen Erfahrungen und Erinnerungen von Gruppenmitgliedern festmacht, so dass sein Vergangenheitsbezug sich ständig verändert - es ist »alltagsnah«. Das kulturelle Gedächtnis dagegen ist »alltagsfern« und markiert einen sehr viel breiteren Zeithorizont. (Quelle: Forum Interkultur)

Musik ist Bestandteil des kulturellen Gedächtnisses.
 
Design und Programmierung:
Artmedia - Agentur moderner Medien