Musikvereine leisten ehrenamtliche Arbeit im Millionenwert
08.06.2005Der Bayerische Musikrat hat erfreut auf die Wertschätzung des ehrenamtlichen Engagements durch den Vorsitzenden der CSU-Landtagsfraktion, Joachim Herrmann, reagiert. BMR-Präsident Wilfried Anton hob in diesem Zusammenhang hervor, dass alleine von den bayerischen Laienmusiker/innen in ca. 80.000 öffentlichen Auftrit-ten pro Jahr etwa 6 Millionen Zuhörer erreicht werden.
Eine wissenschaftliche Studie für das Land Niedersachsen hat überdies nachgewiesen, dass der jährliche Arbeitsaufwand der aktiven Vereins- und Verbandsmitglieder im Musikbereich 4,32 Mio. Stunden umfasst, was einem Bruttogeldwert von 86,14 Mio. Euro entspricht. Hinzu kommen jährlich noch rd. 2,6 Mio. Euro, welche die Ehrenamtlichen aus eigener Tasche für die Realisierung ihrer öffentlichen kulturellen Aktivitäten bezahlen und damit der Gesellschaft schenken.
"In Bayern als noch größerem Flächenstaat und mit wesentlich mehr Mitgliedern in den Musikverbänden dürfte das Ergebnis noch deutlich höher ausfallen", führte Wilfried Anton aus. Er bat daher den Fraktionsvorsitzenden, die hohe gesellschaftspolitische Relevanz der ehrenamtlich Tätigen im Musikbereich weiterhin bei seinen politischen Entscheidungen zu berücksichtigen und auch zukünftig durch angemessene und fest kalkulierbare Zuschüsse seitens der öffentlichen Hand die Existenz und Funktionstüchtigkeit des kulturellen Gemeinwesens im Freistaat Bayern aufrecht zu erhalten. "Jeder hier investierte Euro schafft einen beträchtlichen materiellen und immateriellen Mehrwert", so der Präsident.