HIlfsprogramm Laienmusik Bayern 2021

01.01. – 30.06.2021

Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst
PRESSESTELLE

PM 297/2020 Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst

Aufruf zur Dokumentation von Einnahmen und Ausgaben im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 – Antragstellung rückwirkend im Juli 2021 möglich – Kunstminister Bernd Sibler ermuntert, finanzielle Unterstützung des Freistaats zu nutzen: „Damit die Laienmusik in Bayern nach der Krise wieder an gewohntem Vereinsleben anknüpfen kann“

MÜNCHEN. „Das Hilfsprogramm für Laienmusik wird bis 30. Juni 2021 verlängert, um Laienmusikvereinen und ihren zahlreichen ehrenamtlichen Mitgliedern durch die schwierige Zeit der Einschränkungen zu helfen. Zudem haben wir die Antragstellung deutlich vereinfacht“, gab Kunstminister Bernd Sibler heute in München bekannt. Die Vereine können von 1. bis 31. Juli 2021 die Förderanträge bei den jeweiligen Dachverbänden abrufen und rückwirkend für die Monate Januar bis Juni 2021 einreichen. Sie werden bereits jetzt dazu aufgerufen, ihre Einnahmen und Ausgaben im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2021 zu dokumentieren, um dann problemlos den Antrag im Juli stellen zu können. Damit kann auf eine Verwendungsbestätigung verzichtet werden, was den Antragsprozess um einen Arbeitsschritt verkürzt. Staatsminister Sibler ermuntert Laienmusikvereine schon vorab, die Hilfe des Freistaats in der Corona-Pandemie zu nutzen. Er betonte: „Unsere vielfältige bayerische Kulturlandschaft lebt insbesondere von den zahlreichen Laienmusikvereinen. Neben dem großen kulturellen Beitrag, den sie leisten, gestalten sie insbesondere das soziale, gesellschaftliche Miteinander vor Ort entscheidend mit. Gerade auch deshalb vermissen viele Musikerinnen und Musiker und Sängerinnen und Sänger das gewohnte Vereinsleben. Wir setzen alles daran, das Engagement in der Laienmusik wieder vollständig zu ermöglichen, sobald die Pandemiesituation dies zulässt. Die Hilfsgelder sollen die "Laienmusikvereine und die vielen Ehrenamtlichen weiterhin bei ihrem unermüdlichen Einsatz unterstützen.“
Das Hilfsprogramm für Laienmusik richtet sich an alle gemeinnützigen Laienmusikvereine, die Mitglied in einem der 22 Dachverbände der Laienmusik in Bayern sind. Pro Laienmusikverein stellt der Freistaat bis zu 1.000 Euro bereit. Für jedes weitere Ensemble eines Vereins erhöht sich die Summe um zusätzlich bis zu 500 Euro. Im Rahmen des Hilfsprogramms können beispielsweise auch Maßnahmen zur Umsetzung von Schutz- und Hygienekonzepten oder die vorübergehende Anmietung von möglicherweise erforderlichen Proberäumen gefördert werden, wofür 5 Millionen Euro zur Verfügung stehen werden.

Nähere Informationen zum Förderprogramm stellt der Bayerische Musikrat hier nachfolgend bereit.

Pressestelle E-Mail: presse@stmwk.bayern.de
Dr. Bianca Preis, stellv. Pressesprecherin
www.stmwk.bayern.de
Sekretariat: Tel. 089-2186 2681; Telefax: 089-2186 2888

 

Hinweis zur Antragsstellung

Die Antragsformulare werden durch den jeweiligen Laienmusikverband zur Verfügung gestellt und sind von den antragsberechtigten Vereinen bei ihrem Laienmusikverband einzureichen.

Wir haben für Sie im Anschluss wichtige Fragen mit den entsprechenden Antworten zum Hilfsprogramm aufgelistet.

Ein Muster des Antragsformulars aus dem auch die förderfähigen Kosten erstichtlich sind, finden Sie hier zur Ansicht. Bitte beachten Sie, dass ein Antragssstellung für den Förderzeitraum 01.01. bis 30.06.2021 nur nachträglich im Zeitraum 01.07. bis 31.07.2021 über Ihren Laienmusikverband möglich ist.

FAQ zum Hilfsprogramm Laienmusik in Bayern (01.01. – 30.06.2021)

Alle Laienmusikvereine mit Sitz in Bayern, die gemeinnützig tätig und Mitglied in einem Laienmusikverband sind.
Nicht antragsberechtigt sind lose Zusammenschlüsse von Musikern, Volksmusikensembles ohne Vereinsstatus oder Mitgliedschaft in einem Laienmusikverband, kommunale und kirchliche Einrichtungen sowie Schulchöre und -orchester.
Antragsberechtigt sind auch Musikschulorchester/-chöre mit Mitgliedschaft in einem Laienmusikverband, wenn deren Träger ein gemeinnütziger Verein ist.

Einen Stichtag für die Beanspruchung des Hilfsprogramms gibt es nicht. Auch Neumitglieder können in den Genuss von Leistungen dieses Hilfsprogramms kommen.

Bei diesem Hilfsprogramm handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Staates, auf die kein Anspruch besteht.

Fördergegenstand sind musikalische Aktivitäten der Vereine im Zeitraum 1. Januar 2021 bis 30. Juni 2021, für die nicht bereits aus anderen Förderprogrammen des Freistaats, wie z.B. Noten- und Instrumentenzuschüsse, staatlich anerkannte Dirigenten/Chorleiter, Förderung internationaler Begegnungen von Laienmusikensembles Zuschüsse beantragt oder gewährt wurden.
Zu den musikalischen Aktivitäten der Vereine zählen Konzerte einschl. GEMA-Kosten (ggf. anteilig), Ausbildungskosten des musikalischen Nachwuchses, Übungsleiter und Ehrenamtspauschalen (anstelle von Honoraren für Ensembleleiter), musikalische Aushilfen, besondere Maßnahmen aufgrund von Schutz- und Hygienekonzepten, Anmietung zusätzlicher oder größerer Probe- oder Ausbildungsräume, zusätzliche Heizkosten, Kosten der Ensembleleiter, Noten- und Instrumentenbeschaffungen.
Die in diesem Zeitraum durch musikalische Aktivitäten erzielten Einnahmen (zweckgebundene Einnahmen sind, z.B.: Konzerteinnahmen, Ausbildungsgebühren etc.) reduzieren den Zuschussbedarf.
Für die Ermittlung des Zuschussbedarfs können die Kosten des Hauptensembles und der weiteren Ensembles zusammengezählt werden.
Bei Kosten für Noten- oder Instrumentenbeschaffung kann der Verein entscheiden, ob er eine gesonderte Förderung aus dem allgemeinen Staatszuschuss beim Laienmusikverband beantragt oder diese Kosten beim Hilfsprogramm geltend macht.
Die Kosten für Dirigenten/Chorleiter, die über eine staatliche Anerkennung (oder eine mind. gleichwertige Qualifikation) verfügen, können beim Hilfsproramm nur angesetzt werden, soweit sie den Gesamtbetrag von 220 € im ersten Halbjahr 2021 übersteigen.

Kosten für Instrumentenbeschaffung können beim Hilfsprogramm nur angesetzt werden, wenn der Verein selbst Käufer der Instrumente ist.
Angesetzt werden können hier auch Kosten für die Generalüberholung von Vereinsinstrumentarium.

Kosten die nach dem 30. Juni 2021 entstehen dürfen aus dem Hilfsprogramm nicht gefördert werden.
Nicht gefördert werden können laufende Vereins(verwaltungs)ausgaben wie Mieten für reguläre Proberäume, Gebäudebewirtschaftungskosten, Versicherungen, Mitgliedsbeiträge und Sitzungen.
Ebenfalls nicht gefördert werden können Kosten, für die aus anderen Förderprogrammen Zuschüsse beantragt werden oder wurden, z.B. für Noten- und Instrumente.

Jeder Verein muss eine Eigenbeteiligung von mindestens 10 % der Kosten erbringen, das sieht das Zuwendungsrecht zwingend vor.
Beispiel: Liegen die Gesamtkosten für musikalische Aktivitäten bei 1.000 € würde sich die Förderhöhe auf höchstens 900 € belaufen können; der Differenzbetrag von 100 € (10 %) wäre aus Eigenmitteln zu erbringen.

Neben dem Hauptensemble (Chor, Orchester) kann eine Förderung für weitere Ensembles des Laienmusikvereins beantragt werden, vorausgesetzt das weitere Ensemble ist beim Laienmusikverband bereits gemeldet. Ein Ensemble muss aus mindestens sechs Mitgliedern inkl. des feststehenden Ensembleleiters bestehen.
Weitere Ensembles können z.B. Frauenchor, Männerchor, Kinderchor und Jugendorchester sein.
Keine Ensembles im Sinne dieser Definition sind reine Ausbildungsgruppen oder musikalische Früherziehung.

Bei einem Ensemble im Sinne des Förderprogramms handelt es sich um einen feststehenden Klangkörper mit mindestens sechs Mitgliedern (keine temporären Zusammenschlüsse von Musikern für punktuelles gemeinsames Musizieren), das von einem feststehenden Ensembleleiter geleitet wird. Das Ensemble muss dem Verband bereits vor dem Start des Förderprogramms gemeldet gewesen sein.

 

Das Hilfsprogramm „Laienmusik in Bayern“ umfasst nur den Förderzeitraum 1. Januar 2021 bis 30. Juni 2021 und die Ausgaben für musikalische Aktivitäten, die in diesem Zeitraum angefallen sind.

Eine Antragstellung ist nur im Zeitraum 1. Juli bis 31. Juli 2021 möglich.

Die Antragstellung ist nur im Zeitraum 1. Juli bis 31. Juli 2021 unmittelbar beim Laienmusikverband mittels entsprechendem Antragsformular möglich.
Nach der Antragsfrist (31. Juli 2021) eingehende Anträge werden beim Hilfsprogramm nicht mehr berücksichtigt (Ausschlussfrist)!

Die Förderanträge für das Hilfsprogramm Laienmusik in Bayern sind unmittelbar beim jeweiligen Laienmusikverband, bei dem der Verein Mitglied ist, einzureichen. Bei Mitgliedschaft eines Chores oder eines Orchesters in mehreren Laienmusikverbänden müssen Sie sich entscheiden, wo Sie den Antrag einreichen. Verfügt ein Verein über einen Chor und ein Orchester und sind diese jeweils in einem anderen Laienmusikverband organisiert, müssen Sie sich ebenfalls entscheiden, wo der Antrag eingereicht wird.

Ist ein Ensemble in mehreren Laienmusikverbänden Mitglied, kann der Förderantrag nur bei einem Verband eingereicht werden, wobei der Verein hierbei die Wahl hat. Gleiches gilt auch, wenn ein Verein über einen Chor und ein Orchester verfügt.

ie Förderhöhe bemisst sich am Zuschussbedarf (siehe unter „Welche Kosten können gefördert werden“) und liegt bei höchstens 1.000 € pro Verein. Sofern der Verein neben dem Hauptchor/-orchester noch über weitere (dem Laienmusikverband gemeldete) Ensembles verfügt, erhöht sich die Förderung um jeweils bis zu 500 €.

Für die Antragstellung reicht der sorgfältig (und vollständig) ausgefüllte Förderantrag. Auf Verlangen müssen dem Laienmusikverband die zur Aufklärung des Sachverhalts und zur Bearbeitung des Antrags erforderlichen Unterlagen und Informationen unverzüglich zur Verfügung gestellt werden.

Alle vollständig eingereichten Förderanträge werden von den Laienmusikverbänden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet. Ist die Antragsbearbeitung abgeschlossen, erhalten Sie vom Laienmusikverband ein Schreiben mit der entsprechenden Förderentscheidung und im Anschluss daran werden auch die Mittel auf das angegebene Konto überwiesen.

Der Förderantrag stellt gleichzeitig den Auszahlungsantrag sowie die Verwendungsbestätigung dar. Ein gesonderter Nachweis über die Zuschussverwendung ist folglich nicht zu erbringen.
Belege und sonstige Unterlagen sind 5 Jahre aufzubewahren. Auf Verlangen sind diese dem Laienmusikverband vorzulegen. Gleiches gilt für den Fall einer nachträglichen Prüfung der ordnungsgemäßen Verwendung der Zuschussmittel durch das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst oder den Bayerischen Obersten Rechnungshof.

Stellt sich bei einer nachträglichen Prüfung heraus, dass der Zuschussbedarf geringer war, reduziert sich auch die Fördersumme entsprechend. Lagen der Antragstellung unrichtige Angaben zugrunde, wird der übersteigende Zuschuss zurückgefordert und muss dem Laienmusikverband (ganz oder teilweise) zurückerstattet werden