HIlfsprogramm Laienmusik Bayern 2022

Da Anfang des Jahres 2022 durch die Corona-Pandemie noch entsprechende Einschränkungen bei musikalischen Proben und Aufführungen galten, die für die Vereine mit finanziellen Sonderbelastungen und großen Herausforderungen verbunden waren, hat der Ministerrat die Verlängerung des Hilfsprogramms Laienmusik bis 30. Juni 2022 beschlossen.

Die Vereine können ihre Förderanträge für das erste Halbjahr 2022 (Kosten im Zeitraum 1.1. – 30.6.2022) rückwirkend im Zeitraum vom 1. bis 31. Juli 2022 bei ihrem Dachverband einreichen  (Ausschlussfrist). Diese nachträgliche Antragstellung hat sich bewährt, da sie es den Vereinen ermöglicht, gleichzeitig mit dem Antrag den Mittelabruf vorzunehmen sowie die ordnungsgemäße Mittelverwendung zu bestätigen, was den administrativen Aufwand erheblich reduziert.

Die beim Hilfsprogramm 2021 bekannten und praxisbewährten inhaltlichen Konditionen wurden geringfügig an die aktuelle Situation angepasst (siehe FAQs). Die Einzelfördersummen wurden auf nunmehr 1.000 € pro Verein und zusätzlich auf bis zu 500 € für jedes weitere gemeldete Ensemble angepasst. Fördergegenstände des Hilfsprogramms 2022 sind

  • Kosten für staatlich anerkannte Ensembleleiter (auch in Form der Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen / tatsächliches Honorar soweit es den Gesamtbetrag von 660 € je staatlich anerkanntem Ensembleleiter im ersten Halbjahr 2022 übersteigt
  • Kosten der Ensembleleiter (ohne staatliche Anerkennung / auch in Form der Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen)
  • Musikalische Aktivitäten inkl. GEMA-Kosten
  • besondere Maßnahmen aufgrund des Schutz- und Hygienekonzeptes (u.a. Anmietung von größeren Proberäumen, zusätzliche Heizkosten, Anschaffung von Lüftungsgeräten)
  • Ausbildungskosten des musikalischen Nachwuchses
  • Konzerte inkl. Storno-Kosten*)
  • Veranstaltungen zur Gewinnung des musikalischen Nachwuchses, Restart-Maßnahmen (z.B. #MachMusik)

*) Konzerte für die nicht bereits beim Sonderfonds des Bundes Mittel beantragt wurden (vgl. https://sonderfonds-kulturveranstaltungen.de/index.html).

 

 

Hinweis zur Antragsstellung

Die Antragsformulare werden durch den jeweiligen Laienmusikverband zur Verfügung gestellt und sind von den antragsberechtigten Vereinen bei ihrem Laienmusikverband einzureichen. Die Anträge dürfen erst ab dem 01.07.2022 veröffentlicht werden.
Ein Muster des Antragsformulars aus dem auch die förderfähigen Kosten ersichtlich sind, finden Sie hier zur Ansicht. Bitte beachten Sie, dass eine Antragssstellung für den Förderzeitraum 01.01. bis 30.06.2022 erst ab dem 01.07.2022 über Ihren Laienmusikverband möglich ist.

 

FAQ zum Hilfsprogramm Laienmusik in Bayern (01.01. – 30.06.2022)

Alle Laienmusikvereine mit Sitz in Bayern, die gemeinnützig tätig und Mitglied in einem Laienmusikverband sind.
Nicht antragsberechtigt sind lose Zusammenschlüsse von Musikern, Volksmusikensembles ohne Vereinsstatus oder Mitgliedschaft in einem Laienmusikverband, kommunale und kirchliche Einrichtungen sowie Schulchöre und -orchester sowie Bezirks- oder Regionalverbände.
Antragsberechtigt sind auch Musikschulorchester/-chöre mit Mitgliedschaft in einem Laienmusikverband, wenn deren Träger ein gemeinnütziger Verein ist.

Einen Stichtag für die Beanspruchung des Hilfsprogramms gibt es nicht. Auch Neumitglieder können in den Genuss von Leistungen dieses Hilfsprogramms kommen.

Bei diesem Hilfsprogramm handelt es sich um eine freiwillige Leistung des Staates, auf die kein Anspruch besteht.

Fördergegenstand sind musikalische Aktivitäten der Vereine im Zeitraum 1. Januar 2022 bis 30. Juni 2022, für die nicht bereits aus anderen Förderprogrammen des Freistaats (wie z.B. staatlich anerkannte Dirigenten/Chorleiter, Förderung internationaler Begegnungen von Laienmusikensembles) Zuschüsse beantragt oder gewährt wurden.

Zu den musikalischen Aktivitäten der Vereine zählen Konzerte für die nicht bereits beim Sonderfonds des Bundes Mittel beantragt wurden (vgl. https://sonderfonds-kulturveranstaltungen.de/index.html) einschl. GEMA-Kosten (ggf. anteilig), Ausbildungskosten des musikalischen Nachwuchses, Veranstaltungen zur Gewinnung des musikalischen Nachwuchses, Restart-Maßnahmen (z.B. #MachMusik), Übungsleiter- und Ehrenamtspauschalen (anstelle von Honoraren für Ensembleleiter, nicht für Vereinsfunktionäre), besondere Maßnahmen aufgrund von Schutz- und Hygienekonzepten (einschl. Testung), Anmietung zusätzlicher oder größerer Probe- oder Ausbildungsräume, zusätzliche Heizkosten, Kosten der Ensembleleiter.  

Die in diesem Zeitraum durch musikalische Aktivitäten erzielten Einnahmen reduzieren den Zuschussbedarf (zweckgebundene Einnahmen sind, z.B.: Konzerteinnahmen, Ausbildungsgebühren etc.).
Für die Ermittlung des Zuschussbedarfs können die Kosten des Hauptensembles und der weiteren Ensembles zusammengezählt werden.

Die Kosten für Dirigenten/Chorleiter, die über eine staatliche Anerkennung (oder eine mind. gleichwertige Qualifikation) verfügen, können beim Hilfsprogramm nur angesetzt werden, soweit sie den Gesamtbetrag von 660 € im ersten Halbjahr 2022 übersteigen.

 

 

Kosten die bereits vor dem 1. Januar 2022 entstanden sind oder nach dem 30. Juni 2022 entstehen dürfen aus dem Hilfsprogramm nicht gefördert werden.
Nicht gefördert werden können laufende Vereins(verwaltungs)ausgaben wie Mieten für reguläre Proberäume, Gebäudebewirtschaftungskosten, Versicherungen, Beschaffungsmaßnahmen, Mitgliedsbeiträge und Sitzungen.
Ebenfalls nicht gefördert werden können Kosten, für die aus anderen Förderprogrammen Zuschüsse beantragt werden oder wurden.

 

Jeder Verein muss eine Eigenbeteiligung von mindestens 10 % der Kosten erbringen, das sieht das Zuwendungsrecht zwingend vor.
Beispiel: Liegen die Gesamtkosten für musikalische Aktivitäten bei 990 € würde sich die Förderhöhe auf höchstens 900 € belaufen können; der Differenzbetrag von 90 € (10 %) wäre aus Eigenmitteln zu erbringen.

 

Neben dem Hauptensemble (Chor, Orchester) kann eine Förderung für weitere Ensembles des Laienmusikvereins beantragt werden, vorausgesetzt das weitere Ensemble ist beim Laienmusikverband bereits gemeldet. Ein Ensemble muss aus mindestens sechs Mitgliedern inkl. des feststehenden Ensembleleiters bestehen.

Weitere Ensembles können z.B. Frauenchor, Männerchor, Kinderchor und Jugendorchester sein. Keine Ensembles im Sinne dieser Definition sind reine Ausbildungsgruppen oder musikalische Früherziehung.

Bei einem Ensemble im Sinne des Förderprogramms handelt es sich um einen feststehenden Klangkörper mit mindestens sechs Mitgliedern (keine temporären Zusammenschlüsse von Musikern für punktuelles gemeinsames Musizieren), das von einem feststehenden Ensembleleiter geleitet wird. Das Ensemble muss dem Verband bereits vor dem Start des Förderprogramms gemeldet gewesen sein.

 

Das Hilfsprogramm „Laienmusik in Bayern“ 2022 umfasst den Förderzeitraum 1. Januar 2022 bis 30. Juni 2022 und die Ausgaben für musikalische Aktivitäten, die in diesem Zeitraum angefallen sind (siehe unter „Welche Kosten können gefördert werden?“).

Eine Antragstellung ist nur im Zeitraum 1. bis 31. Juli 2022 möglich.

 

Die Antragstellung für das Hilfsprogramm 2022 ist nur im Zeitraum 1. bis 31. Juli 2022 unmittelbar beim Laienmusikverband mittels entsprechendem (online) Antragsformular möglich.
Nach der Antragsfrist (d.h. ab 1. August 2022) eingehende Anträge werden beim Hilfsprogramm nicht mehr berücksichtigt (Ausschlussfrist)!

Die Förderanträge für das Hilfsprogramm Laienmusik in Bayern sind unmittelbar beim jeweiligen Laienmusikverband, bei dem der Verein Mitglied ist, einzureichen.
Bei Mitgliedschaft eines Chores oder eines Orchesters in mehreren Laienmusikverbänden müssen Sie sich entscheiden, wo Sie den Antrag einreichen. Verfügt ein Verein über einen Chor und ein Orchester und sind diese jeweils in einem anderen Laienmusikverband organisiert, müssen Sie sich ebenfalls entscheiden, wo der Antrag eingereicht wird.

Ist ein Ensemble in mehreren Laienmusikverbänden Mitglied, kann der Förderantrag nur bei einem Verband eingereicht werden, wobei der Verein hierbei die Wahl hat. Gleiches gilt auch, wenn ein Verein über einen Chor und ein Orchester verfügt.

Die Förderhöhe bemisst sich am Zuschussbedarf (siehe unter „Welche Kosten können gefördert werden“) und liegt bei höchstens 1.000 € pro Verein. Sofern der Verein neben dem Hauptchor/-orchester noch über weitere (dem Laienmusikverband gemeldete) Ensembles verfügt, erhöht sich die Förderung um jeweils bis zu 500 €.

Für die Antragstellung reicht der sorgfältig (und vollständig) ausgefüllte Förderantrag. Auf Verlangen müssen dem Laienmusikverband die zur Aufklärung des Sachverhalts und zur Bearbeitung des Antrags erforderlichen Unterlagen und Informationen unverzüglich zur Verfügung gestellt werden.

Alle vollständig eingereichten Förderanträge werden von den Laienmusikverbänden in der Reihenfolge ihres Eingangs bearbeitet. Ist die Antragsbearbeitung abgeschlossen, erhalten Sie vom Laienmusikverband ein Schreiben mit der entsprechenden Förderentscheidung und im Anschluss daran werden auch die Mittel auf das angegebene Konto überwiesen.

Der Förderantrag stellt gleichzeitig den Auszahlungsantrag sowie die Verwendungsbestätigung dar. Ein gesonderter Nachweis über die Zuschussverwendung ist folglich nicht zu erbringen.

Belege und sonstige Unterlagen sind 5 (fünf) Jahre aufzubewahren. Auf Verlangen sind diese dem Laienmusikverband vorzulegen. Gleiches gilt für den Fall einer nachträglichen Prüfung der ordnungsgemäßen Verwendung der Zuschussmittel durch das Staatsministerium für Wissenschaft und Kunst oder den Bayerischen Obersten Rechnungshof.

Stellt sich bei einer nachträglichen Prüfung heraus, dass der Zuschussbedarf geringer war, reduziert sich auch die Fördersumme entsprechend. Lagen der Antragstellung unrichtige Angaben zugrunde, wird der übersteigende Zuschuss zurückgefordert und muss dem Laienmusikverband (ganz oder teilweise) zurückerstattet werden.

Kontakt

Ansprechpartnerin: Désirée Dischl

Bayerischer Musikrat gemeinnützige Projekt GmbH
Sandstr. 31 
80335 München
Tel. 089 52 04 64-11
Fax. 089 52 04 64-64
desiree.dischl@bayerischer-musikrat.de