BR KLASSIK bleibt auf UKW

BMR-Präsident Dr. Thomas Goppel begrüßt die überraschende Entscheidung und die damit verbundene Kehrtwende, die BR-Intendant Ulrich Wilhelm heute auf der Sitzung des Rundfunkrats bekannt gegeben hat: „Mit dem Beschluss des Bayerischen Rundfunks ist eine gute Lösung gefunden. BR Klassik wird weiterhin auf UKW ausgestrahlt und ist zudem digital zu hören. Dadurch ist ein durchgängig qualitätvoller Empfang des ausgewiesen besten Programmangebotes auf dem Sektor der ernsthaften Musik garantiert. Analog wie digital!“

Die Entscheidung des Bayerischen Rundfunks (BR) 2014, das ARD-weit einzige reine Klassik- und Jazzprogramm BR-KLASSIK Anfang 2016 von seiner angestammten UKW-Frequenz zu nehmen, hatte u.a. den Bayerischen Musikrat dazu veranlasst, mit einer Petition um den Verbleib auf UKW zu kämpfen. Über 60.000 Unterzeichner votierten 2014 für den Verblieb von BR KLASSIK auf UKW, was den BR in der Folge dazu veranlasste, die Umstellung auf 2018 zu verschieben. Mit der heutigen Entscheidung ist diese Verschiebung überflüssig.

Goppel: „Unsere große Dankbarkeit gilt unseren vielen Freunden, die uns unterstützt haben, damit der Frequenztausch im Prüfbereich geblieben ist und sich bewähren konnte. Widerstand ist nicht immer, aber oft hilfreich.“

Eindeutiger Gewinner der Rolle rückwärts sind die zahlreichen Hörer von BR-Klassik, so Thomas Goppel weiter. „Im BR-Rundfunkhaus ist man zu der guten Einsicht gelangt, dass das treue Stammhörerpublikum von BR-Klassik noch nicht so weit ist, zu 100% ausschließlich auf digitale DAB+-Versorgung umsteigen zu wollen. Mit der heutigen weitsichtigen Entscheidung setzen der BR-Rundfunkrat und sein Intendant auf erfolgversprechende Kontinuität bei der Senderbelegung der Zukunft."

 

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