In einer Pressemitteilung vom 30.08.2018 hatte sich der Bayerische Musikrat e. V. zusammen mit den Landesmusikräten von Nordrhein-Westfalen, Brandenburg, Berlin, Schleswig-Holstein und Thüringen sowie dem Kulturrat NRW für eine Anpassung des europäischen Urheberrechts ausgesprochen.

Seit der letzten Änderung im Jahr 2001 haben sich die Rahmenbedingungen und Strukturen für die Verbreitung urheberrechtlich geschützter Inhalte gerade im digitalen Raum erheblich verändert. Online-Plattformen wie youtube haben sich bisher auf die passive Rolle eines Anbieters von Infrastruktur zurückgezogen, gleichzeitig aber erheblich von der Bereitstellung von Inhalten profitiert. Die Rechteinhaber hingegen gingen weitgehend leer aus. Hier müssen neue Lösungen gefunden werden.

Das Europäische Parlament hat sich nun am 12.09.2018 auf eine gemeinsame Position zur Frage eines europäischen Urheberrechts geeinigt. So sollen u. a. Betreiber von Online-Plattformen, deren User urheberrechtlich geschützte Werke von KünstlerInnen hochladen, verpflichtet werden, für die Präsentation der Werke die Erlaubnis der KünstlerInnen einzuholen. Dazu Dr. Thomas Goppel, Präsident des Bayerischen Musikrates: „Das ist ein klarer Erfolg für die Anstrengungen, KünstlerInnen und Kreative an den wirtschaftlichen Erfolgen zu beteiligen, die Online-Plattformen mit ihren Werken erzielen“.

Verhandlungen zwischen Europäischem Parlament, Rat und Kommission sollen in den nächsten Monaten den rechtlichen Rahmen für die Neugestaltung des EU-Urheberrechts festlegen.

 

zurück