1.000 Euro pro Monat für freischaffende KünstlerInnen

Ministerpräsident Markus Söder kündigte in seiner zweiten Regierungserklärung zur Corona-Pandemie im Bayerischen Landtag in München am 20. April 2020 an, Künstlern zunächst für drei Monate mit 1000 Euro finanziell unter die Arme zu greifen. Es geht dabei um rund 30.000 freiberufliche KünstlerInnen, die auch in der Künstlersozialkasse organisiert sind.

Der Präsident des Bayerischen Musikrates, Dr. Thomas Goppel, begrüßt die Erweiterung der Förderung für Künstler in Bayern in der Zeit der Corona-Krise. Nachdem es in den letzten Wochen bereits Maßnahmen zur Krisenbewältigung für die bayerische Musikszene gab, mit denen, wie in anderen Branchen auch, z. B. angestellte Orchestermusiker und Musikpädagogen durch Kurzarbeiter-Geld unterstützt werden, wird nun auch freien MusikerInnen geholfen.

Gemeinsam mit den Präsidenten großer Musikverbände in Bayern, Manfred Ländner, MdL und Präsident des Nordbayerischen Musikbundes, Peter Winter, MdL a.D. und Präsident des Bayerischen Blasmusikverbandes, Franz Josef Pschierer, MdL und Präsident des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes, Dr. Marcel Huber, MdL und Präsident des Musikbundes von Ober- und Niederbayern sowie Berthold Rüth, MdL, Präsident des Musikverbandes Untermain hatte Goppel am 17. April 2020 in einem Brief an den Ministerpräsidenten Unterstützung für diese MusikerInnen gefordert. Sie hätten ohne eigenes Verschulden vom einen Tag auf den anderen alle Auftrittsmöglichkeiten und damit Einkünfte verloren, da in den meisten Fällen in den Verträgen kein Ausfallhonorar für einen solchen Fall vereinbart worden war.

Auch prominente KünstlerInnen wie die Violinistin Anne-Sophie Mutter und die Dirigenten Thomas Hengelbrock und Christian Thielemann hatten in der letzten Woche in einem offenen Brief an Kultur-Staatsministerin Grütters schnelle Hilfe für Künstlerinnen und Künstler gefordert.

Dr. Goppel: „Gerne nehme ich den Auftrag der Musikverbände war, dem Ministerpräsident Söder und der bayerische Staatsregierung zu danken, dass nun neben den bisherigen Maßnahmen für angestellte MusikerInnen auch Unterstützung für die Gruppe von MusikerInnen zur Verfügung steht, die, wie der Ministerpräsident selbst sagt, „durch jedes Raster fällt“.

 

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