Augsburg (pm). Drei große Komponisten, gespalten in zwei „Parteien“, standen sich in der musikalischen Landschaft des späten 19. Jahrhunderts bei ihrer Suche nach dem idealen Ton für Ihre Zeit fast unversöhnlich gegenüber. Als Jüngster der drei Musiker „outete“ sich Johannes Brahms als „Traditionalist“ in diesem musikhistorischen Richtungsstreit. Gegenposition dazu bezogen die so genannten „Neudeutschen“, Franz Ferencz Liszt und sein Schwiegersohn Richard Wagner. Alle drei für die Frühjahrskonzerte einstudierten Werke verbinden jedoch zwei Gemeinsamkeiten: Die Komponisten suchten und fanden damals neue musikalische Wege - und dazu ließen sie sich sehr viel Zeit! An seiner Oper „Tannhäuser“ schrieb Richard Wagner vergleichsweise kurze sechs Jahre, Johannes Brahms widmete der 1. Sinfonie volle 14 Jahre und Franz Liszt arbeitete an seinem 2. Klavierkonzert fast 30 Jahre lang.

Einen kurzweiligen Konzertabend hingegen versprechen die vom sjso gewohnt temperamentvoll auf den Punkt einstudierten Frühjahrskonzerte 2017: Zu hören sind die gern gespielte Ouvertüre Wagners zu seinem „Tannhäuser“, die gewaltige 1. Sinfonie von Brahms und das seltener gespielte 2. Klavierkonzert von Liszt.

Den virtuosen Klavierpart übernimmt der junge russische Pianist Miroslav Kultyshev, der bereits eine Liste von Auszeichnungen auf namhaften Wettbewerben vorweisen kann. Freuen Sie sich auf einen spannenden Abend mit dem Ausnahmepianisten Miroslav Kultyshev, dem hervorragenden Schwäbischen Jugendsinfonieorchester und seinen Dirigenten Allan Bergius.

 

Programm

Richard Wagner: „Ouvertüre zur Oper Tannhäuser“

Franz Liszt: „Klavierkonzert Nr. 2, A-Dur“

Johannes Brahms: „Sinfonie Nr. 1, c-Moll, op. 68“

 

Presseinfo des Bezirks Schwaben

 

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