Foto: Daniel Beiter

Die Preisträger des Musikförderpreises 2020  v.l.n.r.: Reinhold Sommer und Catalina Bertucci von den DIADEMUS vocalisten, Max Schlichter, Martin Sailer, Miriam Ruf

Musikförderpreis des bezirks Schwaben 2020

Die Preisträger

Im Rahmen eines Festaktes erhielten drei Preisträger den Musikförderpreis des Bezirks Schwaben. Ein Zeichen, das in diesem Jahr besonders wichtig ist: „Die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie haben unsere Künstlerinnen und Künstler besonders hart getroffen. So ist es uns in diesem Jahr ein besonderes Bedürfnis, mit dem Musikförderpreis des Bezirks Schwaben wichtige Persönlichkeiten aus dem schwäbischen Musikleben zu fördern“, sagte Bezirkstagspräsident Martin Sailer im Rahmen der Auszeichnung. Coronabedingt fand die Verleihung in diesem Jahr in kleinem Rahmen statt. Ausgezeichnet wurden Miriam Ruf, Harfenistin aus Günzburg (Klassik), Max Schlichter, Sänger und Gitarrist aus Dillingen (Pop) sowie die DIADEMUS vocalisten unter der Leitung von Prof. Benno Schachtner aus Illertissen (Barock/Alte Musik).

Bis zum 30. April 2020 konnten sich Dirigenten, Komponisten, Solisten, Orchester und Ensembles aller musikalischen Kategorien bewerben. Zu den Voraussetzungen zählten, dass die Künstler herausragende musikalische Leistungen erbracht hatten und dass sie von nationaler und internationaler Bedeutung sind. Zudem sollten die Bewerber seit mindestens zwei Jahren überwiegend im Bezirk Schwaben tätig sein.
Die Durchführung und Organisation des Projekts erfolgte durch den Bayerischen Musikrat gemeinnützige Projekt GmbH in Marktoberdorf. Dort gingen 28 Bewerbungen mit umfangreichem Audio- und Videomaterial ein, die für die fünfköpfige Jury professionell aufbereitet wurden. Unter dem Vorsitz von Prof. Eckhard Fischer, künstlerischer Leiter des Oberstdorfer Musiksommers, Bezirksrätin Petra Beer, Bezirksrat Herbert Pressl, Thomas Frank, Schulleiter der Berufsfachschule für Musik Krumbach und Karl Zepnik, künstlerischer Leiter der Bayerischen Musikakademie Marktoberdorf, entschied das Gremium einstimmig, drei Preise zu vergeben. „Wir freuen uns, dieses Jahr drei ganz außergewöhnliche Künstlerinnen und Künstler aus Klassik, Pop und Alte Musik auszeichnen zu dürfen“, so Prof. Eckhard Fischer. „Diese Vielfalt zeigt, wie breit und vielschichtig Schwabens Musikszene ist.“ Der Musikförderpreis des Bezirks Schwaben wurde 2019 eingeführt, kann an bis zu drei Preisträger vergeben werden und ist mit insgesamt bis zu 50.000 € dotiert.

Harfenistin Miriam Ruf aus Günzburg im Genre Klassik
 
Die 23-Jährige studiert seit 2019 an der Juilliard School in New York. Sie erhielt mehrere Auszeichnungen, darunter den 1. Preis beim Bundeswettbewerb Jugend Musiziert mit Höchstpunktzahl 2015, den Kulturpreis der Stadt Gersthofen 2017, Sonderpreise der deutschen Stiftung Musikleben und der Zonta-Clubs 2015. Den Honourable Mention – Porto international Harp Competition 2017, den 1. Preis „Audition Training for Harpists“ am Conservatorium van Amsterdam 2018 sowie den 6. Preis der „USA International Harp Competition“ 2019. Hinzu kommt eine vielfältige Orchestererfahrung. Miriam Ruf spielt auf sehr hohem künstlerischen und technischen Niveau Harfe. Der Bezirk Schwaben fördert das Studium an der Juilliard School dieser außergewöhnlich talentierten Nachwuchskünstlerin mit 10.000 Euro.

Max Schlichter, Gesang und Gitarre aus Dillingen im Genre Pop

Der 32-jährige Popkünstler und Gründer der Band „Killerpilze“, mit Erfahrung von über 700 Konzerten auf internationalen Bühnen und 7 veröffentlichten Studioalben, ist bereits weit über die Landesgrenzen als Gitarrist, Songschreiber und musikalischer Kopf der „Killerpilze“ bekannt. Als Gründer des EMG Musikinstituts in Breitental (Krumbach) im Jahr 2014 gibt er sein Wissen als Musiklehrer mit großem Erfolg weiter. Als Kunstfigur Max Moon hat er gemeinsam mit der Augsburger Regisseurin Leonie Pichler an den Texten zu neuen Werken gearbeitet. 2019 veröffentlichte er audiovisuelle Produktionen in Zusammenarbeit mit seinem Bruder David Schlichter. Unter seinem Namen „Max Schlichter“ soll sein 1. Soloalbum erscheinen. Dafür und für die anschließenden Konzerte erhält er einen Förderpreis über 15.000 Euro.

Die DIADEMUS vocalisten unter der Leitung von Prof. Benno Schachtner im Genre Barock – Alte Musik

Das 2016 gegründete Vokalensemble, bestehend aus internationalen Sängerinnen und Sängern, begeistert mit ihrem einzigartigen Musizierstil immer wieder aufs Neue ihr Publikum. Prof. Benno Schachtner aus Illertissen ist neben seiner sängerischen Tätigkeit Gründer und Intendant des DIADEMUS Musikfestivals im Kloster Roggenburg. Seine innovative Programmgestaltung findet regelmäßig Beachtung und Auszeichnung in den Medien. Das DIADEMUS Musikfestival ist ein Leuchtturmprojekt im Bezirk Schwaben.

Benno Schachtner hat eigens das Projekt „The Messiah“, ein barockes Pasticcio-Oratorium mit Vokalensemble und Orchester, konzipiert, das in einer Kirche in Schwaben aufgeführt werden soll. Dies fördert der Bezirk Schwaben mit 20.000 Euro.

Weitere Infos unter: www.bezirk-schwaben.de/musikförderpreis

Die Kurzvorstellung der Preisträger des Musikförderpreises 2020 im Film:

Direkter Link zu YouTube

Fotos: Daniel Beiter und Anne Roth

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